De-Zentrale Euthanasie

De-Zentrale Euthanasie heißt also der Mord an Psychiatrie-Patienten.
Egal in welchem Heim.
Und egal in welchem besonderen Kranken-Haus.

Das fängt nach der Aktion T4 an.
Und es geht bis weit nach dem Krieg.
Der Krieg endet im Mai 1945.
Aber die De-Zentrale Euthanasie geht noch 1 Jahr länger.
1 Jahr länger werden Patienten ermordet.
Obwohl der Krieg aus ist.

Die Patienten werden mit Medikamenten ermordet.
Sie bekommen zu viel von dem Medikament.
Sie werden vergiftet.
Sie sterben an einer Über-Dosis von dem Medikament.

Oder die Patienten sterben an Hunger.
Die Ärzte und Pfleger geben ihnen nichts zu essen.
Und auch nichts zu trinken.

Oder die Patienten sterben an einer Lungen-Tuberkulose.
Das ist eine tödliche Krankheit.
Sie ist sehr ansteckend.
Die Patienten stecken sich in den Anstalten und Kliniken an.
Das darf eigentlich gar nicht sein.
Wegen der notwendigen Sauberkeit und Hygiene in Kranken-Häusern.
Und es stecken sich auch nicht alle an.
Nur die die die National-Sozialisten nicht haben wollen.
Nur die die sterben sollen stecken sich an.
Vielleicht passiert das mit Absicht?
Das wird gerade erforscht.

Im Jahr 1944 werden besonders viele Patienten ermordet.
Der Grund ist:
Die Krankenzimmer werden gebraucht.
Zum Beispiel als Schule.
Oder als Amt.
Weil die eigentliche Schule durch eine Bombe zerstört ist.
Und das Amt auch.

Insgesamt werden über 2 hundert Tausend Patienten ermordet.
Sie sind Opfer der de-zentralen Euthanasie.
Die genaue Zahl ist nicht bekannt.
Weil fast in jedem Heim und in jeder Anstalt gemordet wird.
Im National-Sozialismus.
Am meisten in den Anstalten
Hadamar
Pfafferode
Und Meseritz-Obra-Walde.
Da sterben viele Tausend Menschen mit Behinderungen und seelischen Erkrankungen.
An zu viel Medikamenten.
An Hunger.
An Tuberkulose.