Gustav Marx (1909 – 1973)



Gustav Marx ist Arzt in der Anstalt in Lüneburg.
An Wochenenden arbeitet er
in der Kinder-Fachabteilung.
Darum weiß er vom Kranken-Mord.
Er ist Lungen-Arzt.
Er kennt sich mit Lungen-Krankheiten aus.
Viele seelisch Kranke werden
bei ihm lungenkrank.
Heute ist man nicht sicher:
Ist das seine Schuld?
Hat er die Kranken mit Absicht krank gemacht?

Im Jahr 1944 wird Gustav Marx Leiter
von der Ausländer-Sammelstelle für Frauen.
In der Ausländer-Sammelstelle sind
viele Zwangs-Arbeiterinnen.
Die Nazis zwingen diese Frauen zu arbeiten.

Gustav Marx lässt sich vieles
ins Deutsche übersetzen.
So weiß er, was die Zwangs-Arbeiterinnen sagen.
Und er kann sie richtig behandeln.
Er gibt ihnen genug zu essen und zu trinken.
Darum sterben viel weniger Frauen als Männer.

Im Jahr 1953 geht er in Rente.
Er stirbt im Jahr 1973.

Gustav Marx kommt aus Essen.

Im Jahr 1914 ist Gustav Marx Arzt im Ersten Weltkrieg.
Im Jahr 1916 heiratet Gustav Marx.
Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitet er
in einer Arzt-Praxis.
Dann wird er Arzt bei der Stadt in Wengern und in Herford.

Gustav Marx ist ein Nazi.
Im Jahr 1933 wird er Mitglied
in der Nazi-Partei.
Er wird auch Mitglied
in 10 anderen Nazi-Vereinen.
Er muss nicht als Soldat
in den Zweiten Weltkrieg.

Gustav Marx weiß von den Verbrechen
in der Nazi-Zeit.
Er weiß,
welche Ärzte mitmachen bei den Verbrechen.
Aber er behält es für sich.
Er verrät keinen Arzt.
Und er macht auch nichts
gegen die Verbrechen.

„Das ist eine Urkunde
mit der Unterschrift von Adolf Hitler.
Die Urkunde ist für Gustav Marx.
Er hat im Ersten Weltkrieg gut gekämpft.
Darum bekommt er diese Urkunde und
einen Orden von den Nazis.

Gustav Marx hat die Urkunde
am 30. Januar 1943 bekommen.
Da haben die Nazis seit 10 Jahren die Macht
in Deutschland.“